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Der Druckabfall am Schwebekörper ist im gesamten Messbereich
des Rotameters konstant. Deshalb kommt in Glg. 40) die Abhängigkeit
des Durchflusses von der Stellung des Schwebekörpers nicht direkt
zum Ausdruck. Nur die Durchflusszahl ist eine Funktion der Höhenstellung
und damit des Öffnungsverhältnisses m und der Reynoldsschen
Zahl. Sie muss besonders bestimmt werden. Bei einem Rotameter ist es zweckmäßig,
anstatt der Reynodlsschen Zahl die von ihr linear abhängige Größe
Ru (Ruppelsche Zahl) zu verwenden.

Der Vorteil bei Verwendung von Ru liegt darin, dass diese Größe
vom Durchfluss unabhängig ist. Dadurch behält Ru bei allen Schwebekörperstellungen
denselben Wert, denn außer von dem Messstoffeigenschaften Dichte
und Zähigkeit ist Ru nur von Ms und des Schwebekörpers
abhängig.
Die Abhängigkeit der Durchflusszahl von Ru wird
empirisch gemessen. Im Kennlinienblatt KN 2 ist mit
m als Parameter dargestellt. (Siehe Anhang). Die Kurven dieses Kennlinienblattes,
die jeweils die -Werte für eine bestimmte Schwebekörperstellung
angeben, verlaufen alle von links oben nach rechts unten, wobei die Neigung
zunimmt.
Im linken Bereich verlaufen die Kurven praktisch ohne Steigung, also parallel
zur Ru-Achse. Hier sind die Trägheitskräfte viel größer
als die Zähigkeitskräfte. Die Strömung ist turbulent, der
Durchfluss von der Zähigkeit unabhängig. Ganz rechts haben die
Kurven einen Neigungswinkel von 45°. Hier überwiegen die Zähigkeitskräfte
im Messstoff. Die Strömung ist laminar.
4.4.3
Durchflussberechnungen
In Tabelle 4 und 5 sind die Durchflüsse von Rota 1 bzw. Rota 2 sowie
die dazugehörigen Geschwindigkeiten im Vergleich zu ihrer mm- Meßskala
eingetragen. Zwischen den einzelnen Messwerten kann linear interpoliert
werden. Die Geschwindigkeiten beziehen sich auf den Querschnitt am Messort
der Sonde mit d = 4,586 cm. Die Tabellenwerte wurden von der Herstellerfirma
vorgegeben. Ändert man nun die Messbedingungen (z. B. Temperatur,
Druck) oder das Messmedium, berechnet sich der Volumenfluss nach folgenden
Gebrauchsformeln (hier wurden die Konstanten der Glg. 40) bzw. 42) zusammengefasst).
Der Zusammenhang zwischen der mm-Skala an den Rotametern und den m-Werten,
die in dem Kennlinienblatt angegeben sind, wird vom Hersteller für
jedes Messrohr festgelegt. Zuerst muß die Größe Ru berechnet
werden, danach entnimmt man dem für den Schwebekörper gültigen
Kennlinienfeld über Ru die -Werte für die
angegebenen m- Werte.
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